Hilfe für Peter und andere

Am kommenden Sonntag, den 6. Februar 2011, findet im Theresien-Gymnasium eine Typisierungsaktion für Peter Bulla und andere statt. Derzeit ist zwar ein potentieller Spender in Aussicht, die genetische Übereinstimmung ist aber noch nicht vollständig geklärt. Darum organisiert die DKMS unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude eine Typisierungsaktion.

Um dem Familienvater aus Sendling, aber auch anderen an Leukämie Erkrankten zu helfen, können sich von 10 bis 16 Uhr Bürgerinnen und Bürger registrieren lassen und möglicherweise Peter Bulla oder anderen Leukämie-Patientinnen und -Patienten das Leben retten. Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender beziehungsweise der Spenderin fünf Milliliter Blut abgenommen, das dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits bei einer anderen Aktion in der Vergangenheit typisieren haben lassen, müssen sich nicht erneut registrieren.

Ihre Daten stehen weiterhin allen Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Für die meisten Patientinnen und Patienten besteht die einzige Chance auf Heilung durch die Transplantation von gesunden Stammzellen ihres „genetischen Zwillings“. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München hat die DKMS bereits zum Jahreswechsel verschiedenste Netzwerke aktiviert. Mittlerweile wird die Typisierungsaktion im Theresiengymnasium unter anderem von der Landeshauptstadt München, dem Malteser Hilfsdienst e.V. München, dem Verein TSV 1860 München und dem Theresien-Gymnasium unterstützt.

Die Typisierung ist für Bürgerinnen und Bürger prinzipiell mit keiner Verpflichtung zur Geldspende verbunden. Allerdings fallen der DKMS pro Typisierung Kosten von 50 Euro an, für die die DKMS um Spenden bittet. Am Aktionstag gibt es daher für diejenigen, die ihre Registrierung finanziell unterstützen möchten, die Möglichkeit, Spenden in bar oder per EC-Karte zu tätigen. Zudem hat die DKMS ein Spendenkonto eingerichtet. Im Übrigen werden die personenbezogenen Daten, die bei der Aktion erhoben wurden, entsprechend der Einverständniserklärung der potentiellen Spenderinnen und Spender nur, soweit dies gesetzlich zulässig und notwendig ist, verwendet, um geeignete Knochenmarkspender beziehungsweise
Stammzellspender zu finden. Weitere Infos zur Aktion und zur Stammzellenspende gibt es unter: www.dkms.de

Spendenkonto 1001285756
Stadtsparkasse München, Bankleitzahl 701 500 00

Ort: Turnhalle, Theresien-Gymnasium München, Kaiser-Ludwig-Platz 3, Sonntag, 6.2.2011 von 10:00 bis 16:00 Uhr

jetzt kommentieren? 04. Februar 2011

5. Münchner Freiwilligenmesse München im Gasteig

Am Sonntag, den 23.01.11 ist es wieder soweit. Im Gasteig präsentieren zwischen 10 Uhr und 17 Uhr 80 Münchner Initiativen, Organisationen, Verbände und Vereine ihre Aktivitäten im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements. Im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit bietet die 5. Münchner Freiwilligen Messe die Möglichkeit, sich über freiwilliges Engagement zu informieren und unverbindlich eine Vielzahl von Einrichtungen und Initiativen kennen zu lernen. Vorgestellt werden verschiedene Einsatzmöglichkeiten für Freiwillige in den Bereichen Gesundheit, Jugend, Kinder, Kultur, Migration, Seniorinnen/Senioren, Umwelt, Soziales und Sport.

10.00 Eröffnung der Messe durch Oberbürgermeister Christian Ude
12.00 Information für Interessierte vor Beginn eines Engagements I mit der Freiwilligenagentur Tatendrang, der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement im Sozialbürgerhaus, freiwillig Engagierten und dem Sozialreferat München
13.00 Vortrag zu Zivilcourage und Selbstsicherheit, Polizeipräsidium München
14.00 Information für Organisationen zur Zusammenarbeit mit Freiwilligen mit IBPro
15.00 Information für Interessierte vor Beginn eines Engagements II mit Gute-Tat.de, Caritas-F-net, dem Sozialreferat München und freiwillig Engagierten
16.00 Preisverleihung Stiftung BEST

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Str. 5 München

jetzt kommentieren? 18. Januar 2011

Wohin mit dem Christbaum? Christbaum-Sammelstellen in München

Die Tage des Christbaums sind gezählt. So beginnt wie jedes Jahr die etwas mühselige Frage nach der Entsorgung. Mit viel Aufwand in die Komposttonne? Oder doch zum Wertstoffhof?

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München bietet den Münchnern dieses Jahr wieder diverse Entsorgungsmöglichkeiten an. So sind die Münchner Wertstoffhöfe zu den regulären Öffnungszeiten (Montag 10.30 bis 19 Uhr, Dienstag bis Freitag 8 bis 18 Uhr und Samstag 7.30 bis 15 Uhr.) geöffnet. Der Abfallwirtschaftsbetrieb bittet die Christbäume nur zu den Öffnungszeiten kostenlos abzugeben und nicht “ordnungswidrig” außerhalb des Wertstoffhofgeländes oder sonstigen Orten abzulagern. Alle Werstoffhöfe Münchens

Zusätzlich bietet der Münchner Abfallwirtschaftsbetrieb vom 10. bis 12. Januar jeweils von 8 bis 17 Uhr bei verschiedenen Christbaum-Sammelstellen, hauptsächlich an Münchner Schulen abzugeben. Ob nun damit indirekt die Kinder angesprochen werden, den Christbaum einfach morgens mit in die Schule mitzunehmen wird im Prospekt der AWM nicht klar. Alle Christbaum-Sammelstellen für den Zeitraum 10. bis 12. Januar

Jetzt sollte der Entsorgung nichts mehr im Wege stehen.

jetzt kommentieren? 07. Januar 2011

Arts for Human Rights München: Fotoreportage von Paul Knecht

Amnesty Arts for Human Rights

Am Tag der Menschen findet in der Schwabinger Repüblik eine Fotoreportage über Flüchtlinge in Nordafrika statt. Musikalisch begleitet wird der Abend von den münchner Bands backbench & JAMQLT.

Der Fotograf Paul Knecht hat das Flüchtlingsleben ohne jegliche Papiere in Calais dokumentiert. Ein Leben in alten Industriehallen, Zelten oder Strandhäuschen. Die Flüchtlinge versuchen an den Sicherheitsvorkehrungen am Hafen und dem Eurotunnel vorbeizukommen und damit das Ziel England zu erreichen. Eine erfolgreiche Flucht scheint jedoch schier unmöglich.

Datum: 10.12.2010, 20 Uhr, Eintritt: 3 Euro (zugunsten amnesty)

Wo: Repüblik München, Ursulastr. 6, Nähe Münchner Freiheit

jetzt kommentieren? 06. Dezember 2010

Türkentor Eröffnung: Bürgerfest am 23.10.2010

Am 23.10.2010 wird im Kunstareal der Pinakotheken das bisher sich im Umbau befindende Türkentor mit einem Bürgerfest eröffnet. An den Anblick muss man sich noch gewöhnen, jedoch scheinen die Bauarbeiten (Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst & Türkentor) im Kunstareal damit wohl fürs erste beendet zu sein. Damit sich auch alle freuen, ist der Eintritt dank des “Förderkreis Kunstareal” in folgenden Museen am Samstag, den 23.10. kostenfrei: Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst, Glyptothek, Antikensammlung, Städtische Galerie im Lenbachhaus/Kunstbau!

Der US-amerikanische Künstler Walter De Maria (*1935) hat so unterschiedliche Kunstrichtungen wie Land Art und Minimal Art, entscheidend mitgeprägt. Dabei hat er ein Werk von unabhängiger und sicherer Konsequenz geschaffen. Der Standort München spielte, wie anlässlich der Eröffnung des Türkentors in Erinnerung gerufen werden soll, eine wichtige Rolle in der Vita des in New York lebenden Künstlers: Schon 1968 hatte er mit dem »Erdraum« in der Galerie Heiner Friedrich ein Schlüsselwerk seines „One Room – One Work“- Prinzips verwirklicht. 1972 legte er im Zuge des Kunstprogramms der Olympiade das Konzept seines »Munich Project« vor, erneut eine Erdskulptur, die jedoch von der Olympia-Baugesellschaft abgelehnt
wurde.
Seither gibt es Bestrebungen ein anderes Hauptwerk des Künstlers für die Stadt zu sichern. Vor diesem Hintergrund ist die Eröffnung des Türkentors mit einer Skulptur von Walter De Maria ein von besonderer Freude getragenes Ereignis.
Das Türkentor ist der einzig erhaltene Gebäuderest der ehemaligen Prinz Arnulf-Kaserne, erbaut im Jahre 1823. Es steht im Scheitel zwischen der Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst sowie gegenüber dem Klenzeportal der Alten Pinakothek. Die neue Nutzung des denkmalgeschützten Bauwerks
konnte nur durch den Schulterschluss von drei Partnern gelingen: Initiiert wurde das Vorhaben 2001 durch die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die Stiftung Pinakothek der Moderne engagierte sich großzügig für die Finanzierung der Umbauarbeiten, die von Sauerbruch Hutton Architects in Zusammenarbeit mit dem
Künstler realisiert wurden. Das Kunstwerk wurde von der Udo und Anette Brandhorst Stiftung erworben.
In »Large Red Sphere« konzentriert sich De Maria - wie schon im Entwurf seines »Munich Project« - auf das subtile Verhältnis von sichtbarer und unsichtbarer Wirklichkeit. Die Kugel, universelle Urform für das All, ist nie von allen Seiten gleichzeitig zu betrachten.

bisher 1 Kommentar 18. Oktober 2010

Filmvorführung im Sperrengeschoss: Die Zivilisationsbringer

Eine etwas andere Filmvorführung findet am Dienstag, 12.10.2010 im Sperrengeschoss der U-Bahnhaltestelle Kolumbusplatz statt. Dort wird ein deutscher Dokumentarfilm “Die Zivilisationsbringer ” aus dem Jahre 1997 gezeigt. Der Eintritt ist frei - auch eine Fahrkarte ist nicht notwendig ;-)

In Guatemala gibt es seit 150 Jahren eine kleine, aber sehr einflußreiche deutsche Gemeinde. Ihr Erfolg begann mit dem Kaffeeboom und ist bis heute nahezu ungebrochen. Wer damals Deutschland verließ, ging mit dem Selbstverständnis des „Herrenmenschen”. Überzeugt davon, einer höheren Kultur anzugehören, zwangen sie Guatemala ihr Zivilisationsmodell auf. Schon nach wenigen Jahren besitzen sie die fruchtbarsten Ländereien, nahezu die gesamte Infrastruktur und das Handelsmonopol. An den Kaffeepatronen vorbei gleitet der Blick in den Hintergrund. Indígenas pflücken den Kaffee, sortieren Kardamom und ertragen sogar die tätschelnde Hand auf dem Kopf. Seit der Eroberung sind sie Fremde im eigenen Land. In den dreißiger Jahren propagiert die Deutsche Kolonie den Faschismus. Doch mit dem Kriegseintritt der USA verschwinden die Hakenkreuze, die deutschen Güter werden enteignet und die deutschen Männer interniert. Die Strukturen der Deutschen Gemeinde überleben jedoch diesen Einbruch. Aber im Land der ewigen Diktaturen herrscht Krieg. Die Indígenas wehren sich gegen Landraub, Verachtung und Völkermord. Guatemala avanciert zum ersten Labor Lateinamerikas für den „Schmutzigen Krieg”. Hunderttausende fallen der „Politik der verbrannten Erde” zum Opfer.
Nach Beendigung des Bürgerkriegs führten die Autoren den Film unter widrigen Bedingungen in Guatemala auf. Nach Boykottandrohungen konnten die Vorführungen teilweise nur unter UNO-Aufsicht stattfinden und entfachten hitzige Debatten.

Filmvorführung “Die Zivilisationsbringer ”
Dokumentarfilm, Deutschland 1997 - 12. Oktober 10, 18 Uhr
U-Bahnhof »Kolumbusplatz«, Sperrengeschoss
Eintritt ist frei

jetzt kommentieren? 10. Oktober 2010

Anti Atom Demo in München: Kettenreaktion durch München

Anti-Atom-Demo München 2010

Kettenreaktion - eigentlich eher ein Thema für die Atomkraft, aber nicht an diesem Samstag, denn am Samstag, den 09.10.2010 werden Menschen lange Ketten durch die Stadt bilden und damit ihr Zeichen gegen den Ausstieg vom Atomausstieg setzen. Dies soll laut den Veranstaltern die größte Protestveranstaltung seit langem in München werden.

Ab 13 Uhr treffen an den drei Sammelpunkten Königsplatz, Prinzregentenplatz und Staatskanzlei die protestierenden Bürger ein und werden von einem Begleitprogramm mit Kabarettisten und Bands unterhalten. Um 14 Uhr will sich das Anti-Atom Bündnis auf die 10 Kilometer lange Strecke von der CSU Zentrale (Nymphenburger Str.) über den Energieversorger EON (Brienner Str.), die Altstadt, die Prinzregenten Straße bis nach Bogenhausen verteilen, um dann ab 15 Uhr die Menschenkette zu bilden. Die 10 Kilometer lange Menschenkette durch die Münchner Innenstadt soll ein “fulminanter Höhepunkt” der Anti-Atom-Proteste in München werden. Die Abschlusskundgebung findet dann ab 15:30 Uhr auf dem Münchner Odeonsplatz statt.

Zahlreiche namhafte Künstler unterstützen die Anti-Atom-Menschenkette in München. Für die Abschlusskundgebung konnte das Netzwerk Kettenreaktion Bayern unter anderem die Biermösl Blosn, Hans Soellner, Raggabund, Braindrain, Christoph Süß & Band, Paul Simpson Project, Haindling,  The AccustiCats und Klaus Kreuzeder gewinnen. Im Anschluss an den Kettenschluss werden sie gemeinsam mit Teilnehmern aus Bayern und ganz Deutschland den Odeonsplatz in München rocken.

Weitere Infos unter: www.anti-atom-bayern.de

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Infoveranstaltung im JIZ: Abi hab i! Raus von zu Haus!?

Ins Ausland nach dem Abitur - aber wie? Diese Frage wird am kommenden Donnerstag, den 07. Oktober 2010 von 17 bis 19 Uhr im Jugendinformationszemtrum München beantwortet. Die Infoveranstaltung “Abi hab i! Raus von zu Haus!?” richtet sich an junge Erwachsene die im nächsten Jahr das Abitur - oder einen anderen Schulabschluss - machen werden.

Am Donnerstag, den 07. Oktober 2010 erhalten junge Leute im JIZ alle Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten um im Ausland aktiv zu werden. Nach einer allgemeinen Einführung geben Fachleute Tipps und beantworten alle Fragen im persönlichen Gespräch.

-Was ist der Europäische Freiwilligendienst, FSJ im Ausland, “weltwärts” oder “kulturweit”?
-Was muss ich tun um eine geeignete Au Pair-Familie zu finden?
-Ich suche ein Workcamp, Praktikum, Job oder Zivildienststelle im Ausland, aber wie?
-Auf was muss ich achten, wenn ich im Ausland einen Sprachkurs, ein Schuljahr oder ein Studium machen will?

Die Veranstaltung ist (wie immer im JIZ) kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.

Wann? Donnerstag, 07. Oktober 2010 - 17 bis 19 Uhr

Wo? JIZ - Jugendinformationszentrum München, Herzogspitalstraße 24 (Eingang Herzog-Wilhelm-Straße)

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Oktoberfest München: Spaß auf der Wiesn, aber sicher!

Sichere Wiesn 2010

Mädchen und Frauen sollten bei einem Oktoberfestbesuch die Tipps der Aktion “Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ beachten!

Das Oktoberfest hat seine Schattenseiten: nach Kenntnis der „Sicheren Wiesn für Mädchen und Frauen“ lagen zum Ende des Oktoberfestes 2009 mindestens 9 Anzeigen wegen Vergewaltigungen vor, davon 6 direkt auf dem Wiesngelände. Da dieser Deliktbereich die höchste Dunkelziffer aller Straftaten hat - viele Mädchen und Frauen wollen nach wie vor meist aus Scham oder Angst keine Anzeige erstatten - muss real von deutlich höheren Zahlen ausgegangen werden. Auch der Umfang sexueller Belästigungen war 2009 hoch: 29 Fälle sexueller Belästigung kamen zur Anzeige. Was können Mädchen und Frauen tun um diesen Gefahren vorzubeugen? Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ analysiert jedes Jahr die Fälle sexueller Gewalt sehr genau. Einige Problemlagen zeichnen sich jährlich deutlich ab.

1. Touristinnen
Junge Touristinnen, v.a. aus Amerika und Australien besuchen im September häufig während ihres Europaaufenthalts München und dann natürlich auch das Oktoberfest. Ist ihnen der Alkoholgenuss zuhause zum Teil noch verboten (Alkoholverbot bis 21 Jahre), genießen sie in Europa die Freiheit, alkoholische Getränke, v.a. Bier, bereits ab 16 Jahren konsumieren zu dürfen. Das Bier auf den Oktoberfest deutlich stärker und wird zudem in der ungewohnten Maßeinheit von 1 Liter ausgeschenkt. Dies hat zur Folge, dass viele junge Touristinnen den Alkoholkonsum nicht einschätzen können und betrunkener sind, als sie gedacht hatten. Problematisch werden z.B. folgende Reaktionen: Sie versuchen sich außerhalb der Zelte „auszunüchtern“ (hier gab es 2009 eine Vergewaltigung einer widerstandsunfähigen 18-jährigen Australierin unterhalb der Bavaria auf der Wiese). Oder aber sie können sich gegen „Zufallsbekanntschaften“ in diesem Zustand nicht ausreichend zur Wehr setzen (Vergewaltigung einer 19-jährigen Australierin auf ihrem Campingplatz nach dem Oktoberfestbesuch). Problematisch wird auch immer wieder der Verlust der Reisegruppe oder der Habseligkeiten auf dem Oktoberfest für diese Zielgruppe, da diese kleine Krise für
fremdsprachige Touristinnen, die zudem das Hilfesystem der Stadt nicht kennen, zu massiver Verunsicherung führen und dann wiederum von anderen ausgenutzt werden kann.

Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ rät daher:

  • Alle Touristinnen sollten durch „ihr“ Hotel oder „ihren“ Campingsplatz die Tipps der Aktion „Sichere Wiesn“ erhalten um die erforderlichen Sicherheitstipps beachten zu können.
  • Die neuen neongrünen Sicherheitsbänder, die an diverse Hotels und Campingplätze verteilt wurden, sollte während des gesamten Münchenaufenthalts, mit der Übernachtungsadresse bzw. einer Notfallnummer beschriftet, am Handgelenk getragen werden.
  • Auf keinen Fall sollten sich Touristinnen im angetrunkenen Zustand zum Schlafen oder Ausnüchtern auf die Grünanlagen rund um die Theresienwiese legen. Auch sollten sie für einen „sicheren Heimweg“ (siehe unten) sorgen.
  • Wichtig zu wissen: Bei allen großen und kleinen Problemlagen hilft der Security Point der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ gerne weiter.

2. Heimweg
Viele Mädchen und Frauen besuchen das Oktoberfest mit FreundInnen zusammen. Durch verschiedene Auslöser (Toilettenbesuch außerhalb der Zelte, Schließung von Zelten, Behandlung von Verletzungen beim Roten Kreuz, Streit, Aufsuchen des Fundbüros, Zeltehopping usw.) verlieren sie jedoch den Kontakt zur Gruppe. Wenn dann der Heimweg alleine angetreten wird, kann dies auch fatale Folgen haben: So wurden 2009 zwei 29-jährige Frauen und ein 18-jähriges Mädchen bei ihrem Heimweg noch auf dem Festgelände vergewaltigt. Eine 21-jährige und eine 24-jährige junge Frau wurden im Verlauf des Heimwegs Opfer von Vergewaltigungen.
Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ rät daher:

  • Der Heimweg sollte bereits vorab so geplant werden, dass er sicher ist. Ein sicherer Heimweg wird weder alleine, noch mit Zufallsbekanntschaften, sondern gemeinsam mit FreundInnen angetreten. Für den Fall, dass man sich während des Festes aus den Augen verliert, sollte man bestimmte Zeiten und einen Treffpunkt vereinbaren. Diese Absprachen müssen auch bei Streitigkeiten eingehalten werden.
  • Viele Frauen geraten in Krisensituationen, wenn ihr Partner oder nahe Angehörige durch übermäßigen Alkoholgenuss in eine Schlägerei verwickelt oder wegen einer Verletzung oder nötigen Ausnüchterung beim BRK längerfristig von ihnen getrennt wurde. Frauen sollten bereits vor einem Wiesnbesuch überlegen, wie sie im Zweifelsfall auch ohne ihren Mann/FreundIn/Familie sicher nach Hause kommen und Schlüssel, Geld, Fahrkarte bei sich tragen.
  • Übermäßiger Alkoholgenuss führt dazu, dass die eigene Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist. Es wird daher nicht nur den Mädchen und Frauen empfohlen, während des Aufenthalts im Bierzelt immer wieder auch mal ein alkoholfreies Getränk zu sich zu nehmen.

Hilfe am Security Point
Mädchen und Frauen in verschiedenen Notlagen finden während des Oktoberfestes kostenlos und auf Wunsch anonym Hilfe und Unterstützung am Security Point der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ im Servicezentrum (hinter dem Schottenhamelzelt). Der Security Point ist täglich von 18.00 bis 1.00 Uhr, an allen Wiesnsamstagen von 15.00-01.00 Uhr geöffnet. Die Angebote des Security Points

  1. Beratung und Krisenintervention durch eine erfahrene Fachfrau
  2. Recherchedienste (Adressen, Telefonnummern, Schlüsseldienst, Übernachtungsmöglichkeit usw.)
  3. Ausleihe (Geld, Fahrkarte, warme, trockene Kleidung usw.)
  4. Begleitung zu Polizei, U-Bahn, Hauptbahnhof, Frauenhaus usw.
  5. Fahrdienst (nach Hause – nur München, Gerichtsmedizin, Bahnhofsmission usw.)
  6. Nachsorge (Beratungsangebot in Frauennotruf bzw. IMMA, Vermittlung von Therapieangeboten usw.)

Personal am Security Point: Eine erfahrene Fachfrau für Beratung und Krisenintervention sowie 4-7
gut geschulte Ehrenamtliche pro Abend, insgesamt 3 Fachberaterinnen und 31Ehrenamtliche.

Security Point 2009
Fast die Hälfte (51) der beratenen Mädchen und Frauen (gesamt 108) waren aus dem Ausland. Neben 31 Klientinnen aus dem englischsprachigen Ausland nutzten eine Französin, eine Schweizerin, fünf Italienerinnen, eine Brasilianerin, drei Österreicherinnen, eine Ungarin, eine Chinesin, eine Spanierin, eine Südafrikanerin, eine Russin, eine Tschechin, eine Frau aus Osteuropa und eine aus Uruguay das Angebot des Security Points. 22 weitere Klientinnen waren aus München, fünf aus dem Landkreis, 20 aus Bayern und 10 aus dem restlichen Deutschland. Die häufig geäußerte Befürchtung, dass K.O.-Tropfen 2009 Jahr auf der Wiesn zur großen Gefahr für die weiblichen Gäste werden könnten, ließ sich nicht bestätigen. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren gab es keine Verdachtsfälle.

jetzt kommentieren? 17. September 2010

FARBEN & TÖNE 2010 - Hip Hop & Graffiti auf der Praterinsel

Farben & Töne 2010

Am Samstag, den 18.09.2010 findet auf der Praterinsel der Hip Hop & Graffiti-Event im Herbst statt. Unter dem Motto “Back in the Days” darf zur Musik mitgewippt oder die Spraydose geschwungen werden. Ein Pflichttermin für alle MC`s, DJ`s, Writer, Hip-Hop / Drum&Bass Fans und Kunstinteressierte.

DJ-ing, HipHop, Drum&Bass und Breakdance meet suburbane Kunst und Kultur.

Nicht nur rumstehen - mitmachen und abgehen steht auf dem Programm! Bei den Free-Jam Sessions kann jeder MC und DJ zeigen was er drauf hat. Das Graffiti-Battle ist die Möglichkeit für jeden Writer sich vor großem Publikum zu präsentieren und ein MTN Dosenset im Wert von 100 Euro abzuräumen. Dazu Graffiti-Ausstellung, Graffiti-Show und einfach authentische old school Party!

Jeder ist eingeladen mit uns gechillt in perfektem Ambiente - Outdoor & Indoor - zu feiern.

Line Up:

Hip Hop: Creutzfeld&Jakob fest. Dike, Onanon, Terence Chill, Weeh 78 (EMF) fest. MC Teekanne (Echorausch), DIRTY FACTZ fest. DJ Sirtouch, Blindspot - Dot & Mr.Feat (abstract HipHop), Freistaat (Slax, CKC, PhillyPhil)

Free-Jam-Guests:
Weltuntergäng, Spanky Ham, Arm&Hässlich

Drum&Bass: La Loakaii (m94.5 Breakbeat-Action/fungleJunk), Dj Goku (Basswerk Records), The Guest (Urban Guerillas), Karl Komputer (Junky Monkey), skhn & mase, aka taktlos ( WirWollenMehr!)
Breakdance: Los Caballeros

Graffiti Ausstellung: SAIRS ET420 Hommage
Graffiti Battle Anmeldung: im Cans&Co oder unter www.farbenundtoene.de/battle
1. Platz: Dosen-Set im Wert von 100€

Graffiti-Show: Shame(ABC), Baptist(CSB), Neso, Aristo, Stem, Jones, I Are Ugly, Fader, Reyn

Abendkasse: 10 € | 18.09.2010 | Einlass: 15 Uhr

Veranstaltungsort: Praterinsel

Weitere Informationen unter: www.farbenundtoene.de

jetzt kommentieren? 16. September 2010

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